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Bericht erschienen im Allensbacher Amtsblatt: Neues Kreuz am Hegner Hochfürst Am 15. September 2007 war es soweit: das neue Kreuz wurde am Hegner Hochfürst dem „Bischofssitz“ aufgestellt. Die Idee dazu hatte der Hegner Kulturverein (HKV), das Ergebnis wurde dank der Zusammenarbeit und des Engagements vieler fleißiger ehrenamtlicher Helfer möglich. Während Karl-Heinz Späth und seine Männer den Kranwagen aufstellten, versammelten sich am Hochfürst die Zuschauer und Mitwirkenden des Festakts – insgesamt etwa 200 Personen. Lothar Karrer, der erste Vorsitzende des HKV, vermittelte einige Fakten über das neue 8 Meter hohe massive Kreuz in seiner Begrüßung: Die Lärche wurde vom Kloster gestiftet, Revierförster Martin Kreuz wählte sie im Klosterwald aus, der Stamm wurde vom Sägewerk Demmler in Kaltbrunn kostenlos gesägt, Firma Holzbau Späth zimmerte ein Kreuz daraus, der Strahlenkranz wurde von Otto Schmidt geschmiedet, die Kupferabdeckungen brachte Friedbert Singler an; Firma Schrof aus Langenrain baggerte die Grube für das neue Fundament, (Planung Rolf Deggelmann, Statik Rudolf Schroff), gegossen hat es Rochus Schulter. waren die Arbeiten zur Herrichtung des Geländes und zur Auslichtung des Bewuchses. Besonders Arnold Buchholz hat sich dabei mit anderen freiwilligen Helfern verdient gemacht. Als das Kreuz seinem neuen Standort immer näher kam (und nach den ersten Liedern vom Musikverein Allensbach), erfuhren wir von Diakon Winfried Schaden mehr aus der Geschichte: Das alte Kreuz war am 26. Oktober 1947 aufgestellt worden, in der Notzeit nach dem 2. Weltkrieg. Der ernste Text auf der Kreuztafel lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, dass 10 Hegner Männer gefallen waren, immer noch einige verletzt und vermisst waren und die Menschen hier große Not litten. Sogar das 7 Meter hohe Bretter-Kreuz musste von außerhalb gestiftet werden. Zuletzt war alles außer dem Fundament verschwunden. Dann las Brigitte Böhler (eine Enkelin des damaligen Fundament-Gießers) das vom damaligen Lehrer Wilhelm Hugo Mayer zu Ehren des Kreuzes verfasste Gedicht vor. Pfarrer Alexander Halter begrüßte, dass der Hegner Kulturverein die Initiative ergriffen hat, das markante Kreuz wieder zu errichten. Pfarrer Joachim Schulz freute sich über die ökumenische Feier („Christen müssen zusammenstehen!“). Er deutete den Strahlenkranz des Kreuzes als Zeichen österlicher Hoffnung. Nach gemeinsamen Gebeten und Fürbitten und vom Musikverein begleiteten Liedern sprachen die beiden Pfarrer den aaronitischen Segen zur eigentlichen Kreuzweihe. Provinzoberin Regina Lehmann wies darauf hin, wie die beiden Kreuzbalken in die Weite, aber auch nach oben zeigen und wünschte, vielen möge zur Gewissheit werden, was das folgende Gedicht aus der Benediktinerabtei Schwarzach aussagt: Kreuz des Herrn, du dunkler Kran, hebst die Welt nach Gottes Plan aus dem Tod ins Leben, ziehst den Menschen aus dem Schacht, deine Arme haben Macht, ihn ins Licht zu heben. Bürgermeister Helmut Kennerknecht beschwor die Schönheit der Bodenseelandschaft; besonderen Beifall erhielt er für seine Bemerkung: „Die Sichtschneise auf diese Landschaft bedarf dringend der Erweiterung!“ Herzlich dankte er dem Hegner Kulturverein und vor allem dem Hauptinitiator dieses Projektes, Lothar Karrer. Dieser wiederum gab den Dank weiter an alle, die zum Gelingen mitgeholfen haben und lud in den „HKV-Garten“ zur Nachfeier ein. Mächtige Böllerschüsse donnerten über den See; viele folgten der Einladung und wurden vom HKV und der Frauengruppe Ulrika mit Speise und Trank versorgt. Der Fanfarenzug spielte kräftig auf. Die Erinnerung an diese denkwürdige Feier wird allen Teilnehmern im Gedächtnis bleiben. Mögen viele Menschen an diesem Kreuz am Bischofsitz zu Erholung und Besinnung finden. |